FORSCHUNGSSTELLE CARMEN SYLVA
FÜRSTLICH WIEDISCHES ARCHIV
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Schriftenreihe FSCSFWA: Bände

Bänd 10 und 11 (in Vorbereitung):

Der Briefwechsel des Königspaares Carol I. und Elisabeth von Rumänien mit Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen aus dem Rumänischen Nationalarchiv in Bukarest (1866-1885). Historisch-kritische Ausgabe sämtlicher Briefe.

Ein Buchprojekt der Forschungsstelle Carmen Sylva/ Fürstlich Wiedisches Archivs (Neuwied) in Kooperation mit dem Rumänischen Nationalarchiv in Bukarest (Arhivele Naţionale ale României, Bucureşti)

"Geliebter Vater und treuster Freund. Der Briefwechsel des Königspaares Carol I. und Elisabeth von Rumänien mit Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen aus dem Rumänischen Nationalarchiv in Bukarest (1866-1885)"

Historisch-kritische Ausgabe. Herausgegeben, kommentiert und eingeleitet von Silvia Irina Zimmermann.

Teilband I: 1866-1876. Anfangsjahre des Fürsten Carol I. in Rumänien
Teilband II: 1877-1885. Unabhängigkeit Rumäniens und Erhebung zum Königreich

In Vorbereitung in der Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva - Fürstlich Wiedisches Archiv,
2 Bände, ca. 950 Seiten, Ibidem-Verlag, Stuttgart, erscheint voraussichtlich Ende 2021.

Beschreibung

Das Textkorpus umfasst 594 Briefe, Telegramme und Briefbeilagen aus den Jahren 1866-1885, die im Nationalarchiv in Bukarest aufbewahrt werden. Davon sind 283 Briefe, Telegramme und Mémoires von Karl Anton an seinen Sohn gerichtet und 275 Briefe und Telegramme von Carol an den Vater, ab 1869 auch 36 Briefe, Telegramme und Briefbeilagen der Schwiegertochter Elisabeth zu Wied und Schriftstellerin Carmen Sylva an ihren Schwiegervater, Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen (die ihm auch ein Gedicht über Schloss Sigmaringen für die Hauschronik widmet).
Die Edition bietet die Texte der Briefe und Gegenbriefe, von denen jene zwischen Vater und Sohn bislang nur in Auszügen in über 100 Jahre alten Veröffentlichungen gedruckt vorliegen, erstmals ungekürzt und unzensiert und in buchstabengetreuer Wiedergabe (diplomatischer Transkription) aus den Jahren von 1866 bis 1885 (ab dem Zeitpunkt, als der Sohn den rumänischen Thron annimmt, und bis zum Todesjahr des Vaters).
Da einige der Telegramme des Sohnes, Fürst Carol, zusammen mit seiner Gemahlin Fürstin Elisabeth verfasst sind und in den Briefen Carols auch eigenhändige Zeilen Elisabeths an den Schwiegervater enthalten sind, wurden auch die im Archiv erhaltenen Briefe, Telegramme und Briefbeilagen Elisabeths an Fürst Karl Anton in die Edition aufgenommen. Die Gegenbriefe des Fürsten Karl Anton an seine Schwiegertochter fehlen im Archiv und, da sie auch in anderen Archiven nicht enthalten sind, gelten sie als verloren.

Der Briefwechsel zwischen Vater und Sohn ist von Bedeutung sowohl für die Geschichte Rumäniens, als auch für die Deutschlands und der Geschichte der Deutschen in Südosteuropa. Die wissenschaftliche Bedeutung des Briefwechsels erstreckt sich sowohl auf die historischen und politischen Bereiche als auch auf die Biografien der drei Persönlichkeiten.

Der Briefwechsel des Königspaares Carol I. und Elisabeth von Rumänien mit Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen aus dem Rumänischen Nationalarchiv in Bukarest (1866-1885) ist Ausdruck einer liebevollen, innigen und zugleich gegenseitig sehr respektvollen Beziehung zwischen Vater und Sohn über die ganzen Jahre. Vor allem zeigt der Briefwechsel, dass der Vater für den regierenden Fürsten Carol von Rumänien ein wichtiger Berater und Vertrauter in allen politischen, militärischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen sowie kulturellen Themen war, und dass er sich für das Gelingen des rumänischen Thronprojekts seines Sohnes am Königs- und Kaiserhof in Deutschland und Frankreich wiederholt auch persönlich eingesetzt hat. Zugleich war der Vater für den erwachsenen Sohn in den Jahren von 1866 bis 1885 ein Freund und Gesprächspartner auf Augenhöhe in familiären Dingen wie in persönlichen, emotionalen Situationen.
In einer liebevollen und herzlichen Beziehung scheint Fürst Karl Anton auch mit seiner Schwiegertochter Elisabeth verbunden gewesen zu sein, wie es seine Äußerungen über Elisabeth seinen Briefen an den Sohn und die vertrauensoffenen Briefe Elisabeths bezeugen.

© Forschungsstelle Carmen Sylva
Fürstlich Wiedisches Archiv Neuwied